En Passant
7. August bis 6. September 2026
Spheres Contemporary präsentiert “En Passant” in einem Eckgebäude, gegenüber dem Südbahnhof - einem Ort, dem täglich viele Menschen im Vorübergehen begegnen: Reisende auf dem Weg zum Zug, Wochenmarkteinkaufende oder durch Sachsenhausen Flanierende. Der Ort spiegelt die Serie inhaltlich - nicht nur wegen seiner Lage, sondern auch wegen seiner Form.
Die Projektion strahlt aus einer Baustelle auf die Straße - eine Ausstellung in der Zwischennutzung. Die Zwischennutzung spiegelt inhaltlich die Präsentation von “En Passant” - ein Moment, ein flüchtiger, den wir hier wahrnehmen.“En Passant” - im Vorübergehen - ein Moment, der uns kurz erfasst, innehalten lässt und zum Pausieren einlädt. Wenn wir mögen, begegnen uns diese Augenblicke täglich, doch vermutlich bewusster in Zeiten, in denen Muße möglich ist. “En Passant” beschreibt in der Fotografie Bilder, die in solchen Momenten entstehen. Der Begriff findet seine Wurzeln im Pariser Impressionismus. Das Flanieren lädt zu malerischen Momentaufnahmen ein. Für die Fotografie wurde er durch Henri Cartier-Bresson (1908-2004) definiert. Sein Werk hält Augenblicke fest und eröffnet Raum für weiterführende Erzählungen. Damit begründete er ein Genre, das bis heute nachwirkt.
Der Künstler verfolgt diese Form der Fotografie seit 2009. Als Kind verbrachte er viele Sommer mit seiner Familie in der Türkei. Später wuchs in ihm der Wunsch, neue Orte zu entdecken: er begann die Welt zu bereisen. Seine Serie “En Passant” (seit 2009 fortlaufend) sammelt bis heute Momente des Innehaltens, die auf diesen Reisen entstehen. In mehr als 300 ausgewählten Motiven blicken wir auf städtische Architekturen, natürliche und künstliche Texturen, Hochhäuser, Gewässer, Büsche, Bäume, weitläufige Landschaften, Menschen in Momenten des Wartens, Verkehrsstrukturen und Automobile. Die Aufnahmen entstanden auf allen Kontinenten. In starken Kontrasten und prägnanten Farben entfaltet sich ein melodisches Zusammenspiel, das in manchen Motiven verfremdet, in anderen visuell klar definiert und in allen Neugier weckt. Der Künstler fängt prägnante Momente einer lauten Umgebung ein, legt sie still und lädt uns ein, beim Betrachten innezuhalten und sie mit unserer Fantasie wieder zum Leben zu erwecken.
Unser Projekt wird mit der Unterstützung des Kulturamts der Stadt Frankfurt am Main realisiert.
Altan Eskin (*1979) lebt seit seinem Studium an der Hochschule für Gestaltung Offenbach in Frankfurt und widmet sich seitdem der Fotografie. Seine Werkgruppen beschäftigen sich mit persönlichen Erinnern, Wäldern, Frankfurter Stadtlandschaften, Wasseroberflächen und Portraits.
Programm
Eröffnung am 7. August ab 19.30 Uhr
Um 20 Uhr gibt es eine inhaltliche Einführung der Kuratorin Talitha Breidenstein. Das Event wird von Musik von DJ Josh, Weinen und guter Stimmung begleitet.
Tagesbar & Straßenkreiden am 8. August von 15 bis 20 Uhr
Wir gestalten gemeinsam flüchtige Momente mit glitzernden Straßenkreiden. Dazu gibt es Kaffee von Duo Mani, Wein (alkoholhaltig und alkoholfrei) und Musik von DJane Rea
Die Projektion ist jeden Tag von 18 Uhr bis 2 Uhr morgens und von 4 Uhr bis 8 Uhr zu sehen.
Künstlergespräch am 21. August ab 19.30 Uhr
Im Gespräch mit der Kuratorin Talitha Breidenstein erfahren wir alles zu der Entstehung der Serie “En Passant”. Begleitet wird das Event von DJ Josh und Naturwein.
Tagesbar & Seifenblasen am 22. August von 15 bis 20 Uhr
Seifenblasen und Straßenkreide kreieren flüchtige Momente zur Erinnerung. Vergängliche Portraits in Musik vor Ort geschaffen schaffen neue Erinnerungen. Matcha, Naturweine und Musik von DJane Anita begleiten.